Nach dem Motto: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben...
Der Suchmaschinenbetreiber Google hat die Patentanträge für den Schutz des Namen GMail zu spät eingereicht. Drei andere Unternehmen waren schneller.
Bereits als GMail am 31.3.04 vorgestellt wurde, stellte das erste Unternehmen (aus dem US-Bundesstaat Florida) einen Patentantrag auf den Namen GMail. Mittlerweile sollen weitere Unternehmen beim US-Patent- und Markenamt Anspruch auf GMail erhoben haben. Google lies sich bis zum 7.4.04 Zeit, und reichte erst dann den Antrag ein.
Laut US-Recht wird derjenige bevorzugt, der zuerst den Eintrag einreicht...
Laut einem Bericht des "Wall Street Journals" soll der Börsengang des Suchmaschinenbetreibers Google kommenden Donnerstag planmäßig über die Bühne gehen. Ein in der Vorwoche abgegebenes Interwiev der beiden Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin stünde der Erstnotiz nicht im Weg.
Zuletzt herrschten Befürchtungen vor, wonach aufgrund von bedenklich erscheinenden Aussagen der beiden Firmengründer gegenüber dem Magazin „Playboy“ und einem daraus resultierenden möglichen Verstoß gegen die sogenannte "Quied Period" die Emission durch die Börsenaufsicht SEC zum Platzen gebracht werden könnte. Das Gebot werde wie geplant zwischen 108 und 135 Dollar liegen.
Vergangenen Freitag ist der Startschuss für die Versteigerung der Google-Aktien im Internet erfolgt.
Es sieht so aus, als würde Google das Index-Update noch heute vornehmen. Die neuen Backlinks werden zur Zeit schon gewertet, aber der PageRank wurde noch nicht angepasst.
Ich tippe darauf, dass der "Dance" in den nächsten Tagen abgeschlossen sein wird.
Microsoft hat eine neue Such-Site freigeschaltet. Diese sei sehr klar strukturiert, hieß es. Anwender könnten über die Site auf Microsoft-Angebote wie 'MSN News' oder den Webmaildienst Hotmail zugreifen. Auch die Ergebnisseite sei neu gestaltet. Die 'gesponserten Links' seien farblich gekennzeichnet und von den algorithmischen Suchergebnissen getrennt worden.
Außerdem hat Redmond für "ausgewählte Nutzer" ein Preview seiner Suchmaschine online gestellt. Bei der Vorab-Version handle sich um einen sehr frühen Test der Suchmaschine, hieß es. Der Index umfasse derzeit etwa eine Milliarde Dokumente. Die Suchmaschine solle im Laufe des nächsten Jahres auf den Markt kommen.
Gegenwärtig arbeitet Microsoft mit einer von Yahoo lizenzierten Suchtechnik. Redmond wolle diese ersetzen, sobald die MSN-Suche so effektiv arbeite wie die Yahoo-Suche, meldete das Wall Street Journal. "Bis dahin haben wir aber noch einen langen Weg vor uns", sagte Yusuf Mehdi, Vice President MSN. "Diese Entwicklung haben wir erwartet", meinte dazu ein Yahoo-Sprecher. Yahoo wolle im Wettbewerb mit Microsoft bestehen, in dem es den Anwendern "die besseren Erfahrungen" liefere.
Im Kampf um die Vorherrschaft der Internet-Suchmaschinen legen die Google-Konkurrenten Microsoft und Yahoo nach. MSN schaltete diese Woche erste Verbesserungen live. Derweil arbeitet Yahoo an weiteren Services.
Das Suchangebot sei grundlegend überarbeitet, berichtet Microsofts MSN. Noch schneller kämen die User zu ihren Suchergebnissen. Der Kampf der Suchmaschinen im Internet ist voll entbrannt. Wer produziert die besten Ergebnisse? Google führt im Reichweitenranking mit Abstand. Doch die Wettbewerber holen auf. Sowohl Yahoo als auch Microsoft investieren derzeit massiv in ihre Suchtechnologien.
Yahoo stellte dazu seine Technologie Anfang des Jahres um und entwickelt sie seitdem weiter. Seit kurzem bietet das Unternehmen beispielsweise so genannte "Direct Displays" an, wie die Yahoo-Sprecherin Patricia Rohde im Gespräch mit manager-magazin.de erzählt.
User erhalten bei einer Sucheingabe von zum Beispiel "Wetter Hamburg" die direkte Antwort: 17 Grad Celsius, leichter Regen. Weiterführende Links stehen erst ein Stück tiefer auf der Seite.
Sucht man bei MSN unter den gleichen Stichworten, präsentiert die Suchmaschine nur Links - bezeichnenderweise führt der erste Internetverweis zu Yahoo. Abseits davon, proklamiert MSN, das auch Teile von Yahoos Suchtechnik nutzt, für sich jedoch, die Suche verbessert zu haben. Eine klarere Struktur lasse die algorithmischen Ergebnisse deutlich von den Bezahlten unterscheiden, heißt es.
Neu bei MSN sei auch der direkte Zugriff auf Informationsquellen wie das Lexikon Encarta und die integrierte Nachrichtensuche, sagt Microsoft. Ein weiterer Ausbau ist wie bei Yahoo im Laufe des Jahres geplant. MSN will dabei auf eine eigene Technik umsteigen, ein Prototyp ist ausgewählten Nutzern schon zugänglich.
Google muss sich also warm anziehen. Einen technologischen Vorsprung kann man auch schnell wieder verlieren, sagen IT-Experten. Auf den angekündigten Google-E-Mail-Dienst regierten die Konkurrenten AOL, Lycos, Yahoo und Web.de ebenfalls vehement. Sie erhöhten die Speicherkapazitäten und erweiterten die E-Mail-Konten um weitere Services. Wenn es nach ihnen geht, kann Google nun kommen.
Der US-Softwarekonzern Microsoft treibt die Entwicklung seines eigenen Internet-Suchdienstes in Konkurrenz zu Google und Yahoo voran: In einem ersten Schritt werde die MSN-Suchseite neu gestaltet, teilte das Unternehmen mit. Bis Ende des Jahres werde Microsoft überdies eine eigene Suchmaschine an den Start bringen.
Werbung wird getrennt Damit die ausschließlich auf Relevanz basierenden algorithmischen Suchergebnisse von den Sponsored Links der Werbekunden unterschieden werden können, hat MSN die Ergebnisseiten komplett überarbeitet und klarer und übersichtlicher strukturiert. Die gesponserten Links ("Sponsored Sites") sind nun farblich gekennzeichnet und getrennt von den algorithmischen Ergebnissen auf den MSN Seiten platziert. Auf diese Weise können Anwender klar zwischen algorithmischen Ergebnissen und Sponsored Links unterscheiden. Diese Änderungen haben beim Beta-Test zu einem beachtlichen Anstieg der Nutzung der MSN Suche geführt, weil sie durch die klare Trennung von algorithmischen Ergebnissen und Sponsored Links gezielter auswählen können. Die Beta-Nutzer haben 42 Prozent mehr Zeit mit der MSN Suche verbracht, die Anzahl der Suchanfragen pro User stieg um 36 Prozent.
Hohe Investitionen Bisher nutzt der weltgrößte Softwarehersteller nach Informationen der Nachrichtenagentur afp für seinen Suchdienst das von Yahoo entwickelte Programm Overture. In das Projekt will Microsoft nach eigenen Angaben 100 Millionen Dollar (82,2 Millionen Euro) investieren. Der Markt für Suchmaschinen sei "noch ein sehr junger, der eine Vielzahl von Möglichkeiten bietet", sagte Microsoft-Vizepräsident Jusuf Mehdi im TV-Sender CNBC. Der Markt stehe derzeit für drei Milliarden Dollar, werde aber in den nächsten fünf bis acht Jahren um jeweils 30 bis 40 Prozent zulegen.
Google noch Marktführer Derzeit bevorzugen laut einer Studie der Agentur Standard & Poor's 48 Prozent der Internetnutzer die Suchmaschine Google, 20 Prozent nutzen vorrangig Yahoo und 14 Prozent den Microsoft-Suchdienst MSN. America Online folgt weit abgeschlagen mit sieben Prozent.
Die US-amerikanische Software-Firma Digital Envoy, Spezialistin für IP-Lokalisierung, hat ein Patent für ihre IP Intelligence Technology erteilt bekommen. Das Patent mit der Nummer 6,757,740 beschreibt ein Verfahren, mit dem der Aufenthaltsort eines Internet-Nutzers über dessen IP-Adresse, den Routing-Pfad und die geographische Lokalisierung der daran beteiligten Hosts bestimmt werden kann. Sanjay Parekh, Mitgründer von Digital Envoy und einer der Erfinder der "IP Intelligence", sieht durch die Patenterteilung bestätigt, dass sein Unternehmen ein Pionier auf dem Gebiet der geografischen Lokalisierung sei.
Möglicherweise könnte damit auch die Position der Firma in einem Rechtsstreit mit Google gestärkt sein. Digital Envoy hat den Suchmaschinenbetreiber Ende März verklagt, weil dieser den Dienst zur Bereitstellung lokalisierter Online-Werbung vertragswidrig verwendet haben soll. Google hat darauf mit einer Gegenklage reagiert, um gerichtlich feststellen zu lassen, dass das Unternehmen nicht gegen den Lizenzvertrag verstoßen hat. Digital Envoy will hingegen erreichen, dass Google mehr als die bisher gezahlten Lizenzgebühren entrichtet. Die Patentschrift für das nun zugeteilte Patent hatte Digital Envoy bereits im März 2000 eingereicht.
Suchmaschinenbetreiber Google hat die Mindestabnahmegrenze für seinen in diesem Jahr erfolgenden Börsengang auf nur fünf Aktien festgelegt. Das berichtet das Wall Street Journal in seiner aktuellen Ausgabe. Das unüblich niedrige Limit, mit dem Google wahrscheinlich sein demokratisches Image stärken möchte, habe bei Investmentbänkern Diskussionen ausgelöst, heißt es.
Branchenkenner befürchten, dass sich der Suchmaschinenriese damit erhebliche Kosten einhandelt, die andere Firmen mittlerweile zu vermeiden versuchen. Gleichzeitig gilt die breite Streuung des Aktienbesitzes auch als gefährlich, falls es zum Versuch einer feindlichen Übernahme kommt.